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Stehende Ovationen für pure Freude am Gesang

Neulussheim. "Als krönenden Abschluss unseres 300. Ortsjubiläums haben wir heute den Dubna Knabenchor aus Russland, einen der weltbesten Knabenchöre, zu Gast", begrüßte Bürgermeister Gunther Hoffmann Chor und Zuhörer in der evangelischen Kirche. Möglich gemacht hatte dieses Highlight der Rhein-Neckar-Kreis, der den Knabenchor bereits zum zehnten Mal in die Region eingeladen hatte. Und es wurde ein grandioses Konzert, das die Gäste verzauberte.

Temperamentvoller Start

Temperamentvoll begannen die 35 Knaben und Jugendlichen unter der Leitung von Olga Mironova mit klaren Stimmen den frühen Abend mit Artemy Vedels "Bogorodise, Devo radousja". Piano und fein aufeinander abgestimmt dann das "Halleluja" aus Cheruvimskaja Pesnja. Die berühmte "russische Seele" lebte auf in dem nächsten Lied "Usch ti Pole", das vom tragischen Schicksal eines Soldaten erzählte. Nur unterbrochen vom Beifall der Zuhörer ging der Chor über in ein lustig-frohes russisches Volkslied, das ein besonderer Hörgenuss war.

Die glockenhelle Stimme eines der jüngsten Sänger, erst neun Jahre alt, begeisterte bei seinen Soli, von Uliana Ivanova am Klavier begleitet. Bei den großen Stimmvolumen der kleinen Künstler konnte das Mikrofon im Schrank bleiben. Unbefangen und selbstbewusst standen sie vor dem begeisterten Publikum.

Voll konzentriert und perfekt aufeinander abgestimmt auch die folgenden Liedvorträge: "Metelj Romanze", sentimental war hier die Liebe besungen, oder das jubilierende "Gloria" aus der Feder von Léo Delibes. Wunderbare Harmonie in "This Little Babe" von Benjamin Britten, das Solo durch den Chor unterlegt, und endend mit einem hauchzarten "Amen", während Mary Stuarts Gebet von C. Donizetti klagend-flehend begann, dann fortissimo endete. Stehende Ovationen erntete der Chor beim Einsatz von Schlagzeug und Trommel, was gewaltig durch das Kirchenschiff tönte.

Während des sakralen Konzertteils waren einige Augenpaare genussvoll geschlossen: Wunderbar weich das "Ave Maria", die sanfte und doch ausdrucksvolle helle Knabenstimme mit "Cantus Pastoralis" und dann das furiose in deutscher Sprache gesungene "Halleluja" von Georg Friedrich Händel. Schöner und anmutiger lässt sich die "Stille Nacht, heilige Nacht" kaum besingen als an diesem Abend vom Dubna-Knabenchor.

"Kalinka" als Zugabe

Stehend klatschte das Auditorium den Künstlern Beifall. Mit der ersten Zugabe "Kalinka" bekannten sich die Sänger zu ihrer Heimat, Bewegung kam in die Reihen, und die Zuhörer klatschten den Takt mit.

Eine flotte Polka als zweite Zugabe bildete den Abschluss des außergewöhnlichen Abends, für den die stehenden Ovationen mehr als verdient waren.

Gisela Jahn
Schwetzinger Zeitung, 14. Dezember 2011

Verstärkeranlage

Nachdem sich immer wieder Gemeindeglieder an den Ältestenrat gewendet hatten mit der Bitte, die Verständlichkeit des gesprochenen Wortes in unserer Kirche zu verbessern, wurde am 15.05.2010 ein Ortstermin mit einer Fachfirma durchgeführt. Dabei wurde eine dezentrale Beschallung verglichen mit einer zentralen Beschallung. Letztere besteht aus zwei Aktivlautsprechern, die neben dem Altarraum angebracht sind. Die Anwesenden empfanden die Verständlichkeit mit der zentralen Beschallung ausgezeichnet, und so wurde am 18.06.2010 im Kirchengemeinderat beschlossen, diese Anlage installieren zu lassen.

Kurz darauf wurde der Beschluss umgesetzt. Um auch auf der Empore die Verständlichkeit zu verbessern wurden dort die Lautsprecher installiert, die vorher im Parterre angebracht waren. Die Induktionsschleife im Parterre blieb unverändert und sollte weiterhin dafür sorgen, dass das gesprochene Wort direkt an Hörgeräte übertragen wird. Manche Hörgeräte besitzen einen Schalter, der den Empfang über Induktionsschleife einschaltet.

Jetzt möchten wir Sie, liebe Gottesdienstbesucher, bitten uns mitzuteilen, wie Sie Ihre Pfarrerin beziehungsweise Lektor oder Lektorin oder andere Mitwirkende des Gottesdienstes verstehen können.
Wir haben einen ersten Hinweis auf „Aussetzer“ der Emporenlautsprecher, denen wir nachgehen werden.
Besonders interessiert sind wir an Rückmeldungen von Hörgeräteträgern.

Herzliche Grüße
Dierk Esau