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Wie das Kind in der Krippe Eltern bekommen hat

„Das ist das Jesuskind für unsere Kirche“ fand Liesel Wagner, die frühere Kirchendienerin der Neulußheimer evangelischen Kirche, als sie erst in Wien und dann im Allgäu nochmals eine äußerst schöne Jesus-Krippenfigur gesehen hatte. Sie konnte nicht anders und kaufte die Figur zusammen mit der Krippe. Das war vor etwa 55 Jahren. „An die Kosten kann ich mich heute nicht mehr erinnern. Ich hatte aber eine Spendenaktion dafür angekurbelt“ sagt Liesel Wagner. Der Kirchengemeinderat war jedenfalls angetan von der Idee.

Seither lag die wertvolle, fein ausgearbeitete Figur mit der außergewöhnlichen Bemalung in der Krippe mit Stroh, jedes Jahr zu Weihnachten unter dem großen Christbaum neben dem Altar unseres Gotteshauses. Was viele Jahre fehlte, war das heilige Elternpaar.
Die Kirchengemeinderäte waren sich einig, hier wollen wir Abhilfe schaffen.

Isolde Schilling, ehemals Kirchengemeinderätin, hatte bei einer Ausstellung die Künstlerin Ulrike Beining aus Oberhausen-Rheinhausen kennen gelernt. Sie nahm seinerzeit Kontakt zur Holzkünstlerin auf. Ließ sich die Anschaffung einer Maria- und Josef-Figur von den Kosten her bewerkstelligen? Für so ein Vorhaben war im Etat der Kirchengemeinde kein Beitrag vorgesehen.

Es wurde damals ebenfalls eine Spendenaktion, dieses Mal von Isolde Schilling gestartet, die recht erfolgreich war. Mit dem Erlös erstand die Kirchengemeinde zwei handwerklich hochrangige etwa 1,50 Meter große Elternfiguren. Geschnitzt von der Künstlerin Beining, aus bestem Schwarzwälder Lindenholz. Die zwei entstandenen Kunstwerke, Maria und Josef, bilden seit Weihnachten 2001 zusammen mit dem Jesuskind in der Krippe ein schönes Ensemble, wie es nur wenige Kirchen besitzen. Man wusste damals lediglich von vergleichbaren Figuren einer Heiligen Familie im Mainzer Dom St. Martin.

Ein paar Jahre später leistete man sich noch ein liegendes Schaf, das die Gruppe komplett macht.

G. Jahn

Warten auf Weihnachten – 24 Türen gehen auf

24 Türen und Hoftore öffnen sich in diesem Advent in ökumenischer Verbundenheit an Häusern und Einrichtungen in Hockenheim, Reilingen, Altlussheim und Neulußheim.

Einen kurzen Moment am Abend innehalten und anderen begegnen, eine Geschichte hören, ein Lied singen und einen Tee trinken, das ist die Idee des lebendigen Adventskalenders den Gemeindereferentin Daniela Gut gemeinsam mit ihren katholischen und evangelischen Kollegen und Kolleginnen aus der Region organisiert hat.

Privatleute, Kindergärten und Teams aus den Kirchengemeinden beteiligen sich und sind schon eifrig bei den Vorbereitungen.

Am 1.12. geht es los um 18:00 Uhr in der Katholischen Kirche, Obere Hauptstraße 5, in Hockenheim.

Alle Mitwirkenden freuen sich auf viele große und kleine Besucher und wollen eine halbe Stunde gemeinsame Zeit schenken um sich auf Weihnachten vorzubereiten.