Grüner Gockel
Exkursion des Grünen Gockels der Evangelischen Kirchengemeinde Neulußheim
Bewahrung der Schöpfung in Wald und Flur
Dieser Tage hatte der Grüne Gockel der Evangelischen Kirchengemeinde Neulußheim zu einer Exkursion in den Hubwald zwischen Neulußheim und Reilingen eingeladen. Exkursionsleiter waren Christoph Thorn vom Grünen Gockel und Thomas Kuppinger vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (B.U.N.D.).

Christoph Thorn begrüßte die Teilnehmer und erläuterte die Ziele des Grünen Gockels. Ursprünglich war der Grüne Gockel eine Einrichtung der evangelischen Landeskirche mit dem Ziel, in den kirchlichen Gebäuden Energie einzusparen. Inzwischen erfüllt er auch die Aufgabe, den Umweltschutz-Gedanken in die Kirchengemeinden vor Ort zu tragen. Diese Exkursion in die Kriegbachaue verfolgt das Ziel, auf die Schönheit einer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft direkt vor unserer Haustür aufmerksam zu machen. Die Natur kann nur dann bewahrt werden, wenn man sie kennt und schätzt.
Zu diesem Zweck ist die Kriegbachaue im bunten Frühlingskleid vorzüglich geeignet. In der Krautschicht des Waldes wachsen und blühen im Frühling zahlreiche Pflanzenarten, wie beispielsweise das Scharbockskraut und weiße und gelbe Anemonen. Alle Frühblüher nutzen das im Frühling reichlich vorhandene Licht. Sie blühen und fruchten, bevor die Waldbäume belaubt sind. In ihren unterirdischen Speicherorganen sammeln sie Nährstoffe für das nächste Frühjahr.

Thomas Kuppinger erläuterte, dass der Kriegbach in den vergangenen Jahrhunderten bei jedem Hochwasser die Bachaue mit nährstoffreichem Lehmboden aus dem Kraichgau gedüngt hat. Ohne den Lehmboden können viele Blütenpflanzen nicht in dieser Dichte wachsen. Seit der Begradigung des Kriegbachs vor 80 Jahren kann der Bach nicht mehr über die Ufer treten. Renaturierungs-Maßnahmen sind langfristig notwendig, um die Schönheit der Aue auch für die kommenden Generationen zu erhalten. Dadurch wird auch ein nicht unerheblicher Beitrag zum Hochwasserschutz geleistet.
Im Gelände zeigte Kuppinger auf, wie derartige Renaturierungs-Maßnahmen mit relativ geringem Aufwand geplant und umgesetzt werden können. So wäre es möglich, die alten Bachschlingen wieder zu öffnen und so dem Bach mehr Raum zu geben. Mit geringen Kosten könnte man den Bach ökologisch aufwerten und extremen Hochwassern die Spitze nehmen.

Am Ende der zweistündigen Exkursion waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Kriegbachaue ein schützenswertes, wertvolles Kleinod in unserer unmittelbaren Nachbarschaft ist.
Links von unserem Feriendomiziel:
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