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Der Andere Advent bringt Licht

Vom 30. November bis 6. Januar begleitet Der Andere Advent 2024 seine Leserinnen und Leser mit hoffnungsvollen Impulsen durch die Wochen vor und nach Weihnachten.

»Mache dich auf und werde licht« ist die Überschrift der Sonntage im 30. Anderen Advent. Sie erzählen kleine, ganz konkrete Geschichten zum Staunen und Nachmachen. Auch auf den Kalenderblättern der Wochentage eröffnet der Kalender das Besondere der Advents- und Weihnachtszeit. Die Texte stammen in diesem Jahr unter anderem von Mariana Leky, Jean-Paul Sartre, Dietrich Bonhoeffer und Gabriele von Arnim. Es sind Impulse, die zum Nachdenken über unsere Zeit, unser Miteinander und unsere Hoffnung einladen. Da geht es um eine Welt, die auf dem Kopf steht, um die Einzigartigkeit jeder Träne, um die Schönheit der Sehnsucht und um himmlische Biografien. Begleitet werden die Texte von Bildern und Illustrationen, die ebenfalls neue Aussichten eröffnen. Wie immer ist auch ein Nikolausgeschenk dabei – und zum 30. Geburtstag des Adventskalenders gibt es auch noch ein kleines Extra!

Der Adventskalender – Der Andere Advent von Andere Zeiten e.V. kann ab sofort zum Vorzugspreis von 9 Euro im Ev. Pfarramt in der St. Leoner Str. 1 erworben werden.

Kerwe-Gottesdienst am 20.10. um 11 Uhr auf dem Messplatz

Am Sonntag, den 20.Oktober 2024 findet auf dem Messplatz in Neulussheim um 11.00 Uhr ein Ökumenischer Kerwegottesdienst statt. Er steht unter dem Thema „Jetzt ist die Zeit für Neuanfänge“.

Mitwirkende sind neben Mitarbeitenden und Kindern des Evangelischen Kindergartens im Podey Haus, Menschen aus beiden Kirchengemeinden, wie auch von Institutionen am Ort, die von bevorstehenden wie auch gelungenen Neuanfängen berichten.

Am E-Piano spielt Roland Haas. Liturgie und Predigt übernimmt Pfr.i.R. Matthias Zaiss.

Herbstputztag rund um Kirche und Gemeindehaus

Herbstputztag rund um Kirche und Gemeindehaus
26.10.2024 09:00-15:00

Wir wollen einen Herbstputztag durchführen und bitten Euch herzlich um Mithilfe.  Auf dem Programm steht:

  1. Fassade des Pfarrhauses reinigen
  2. Fassade des Gemeindehauses reinigen
  3. Pflaster reinigen
  4. Hecken schneiden
  5. Unter dem früheren Nussbaum Unkraut jäten
  6. Lavendelbeet vor der Kirche zurückschneiden, reinigen, nachpflanzen
  7. Alte Glocken vorsichtig reinigen
  8. Kirchenkeller aufräumen

Für Getränke und Verpflegung wird gesorgt.

Interesse?  Weitere Arbeiten?  Dann meldet Euch bitte gerne bei Christian Lörch oder Dierk Esau.  Sagt bitte gerne dazu, für welche der Arbeiten Ihr Euch besonders berufen fühlt.

loerch@gmx.de
dierk@cd-esau.de

Herzliche Grüße
Dierk Esau, Christian Lörch

Gemeinsam viel bewegen. Gründungsversammlung „Förderverein zum Erhalt der evangelische Kirche Neulußheim

Gründung Förderverein

Seit über 115 Jahren ist die heutige Evangelische Kirche Mittelpunkt der Gemeinde Neulußheim. Aber auch an ihr und der Kirchengemeinde geht die Zeit der Veränderungen nicht vorbei. Schaut man in die Chronik des Heimatvereins, so gab es die erste Gründung der Kirche bereits am 12.10.1732. Ein Neubau erfolgt 1807, als die Einwohnerzahl von Neulußheim 400 Personen betrug. Innerhalb von 100 Jahren verdreifachte sich die Einwohnerzahl auf 1000 und so wurde am 16.8.1908 der Grundstein für die jetzige Kirche gesetzt, die dann 1909 geweiht wurde, die 132000 Reichsmark kostete.

Rot, gelb, grün

Aufgrund der zurückgehenden Finanzmittel wurde der gesamte Haushalt der Landeskirche auf den Prüfstand gestellt. In der Kategorisierung der Gebäude ist die Kirche, wie bei einer Ampel, als „gelb“ eingestuft, das Gemeindehaus „grün“. An sich ein gutes Zeichen. Dennoch muss sich die Kirchengemeine verstärkt eigenständig um den Erhalt und die Pflege des Kirchengebäudes bemühen und kümmern. Die finalen Entscheidungen werden bis 2032 abgeschlossen sein. Während die Kosten in Höhe von jährlich ca. 30.000 Euro für das Gehalt des Hausmeisters, Verbrauch und Verschiedenes von der Landeskirche übernommen werden, gibt es keine Bauzuschüsse mehr für die Kirche, zeigte ein Blick auf die Finanzen und die Rücklagen.

So war die Idee entstanden, einen Förderverein zur Erhaltung der Evangelischen Kirche zu gründen. Dem Förderverein wird ermöglicht, sich durch Spenden und Mitgliedsbeiträgen für das Kirchengebäude einzusetzen. Und so wird der Förderverein in Zukunft eine zentrale Rolle einnehmen, um die langfristige Sicherung und Unterhaltung der Kirche zu gewährleisten.

Vorbereitung durch engagierte Projektgruppe

Eine engagierte Projektgruppe mit Katharina Thorn, Jessica Marsh, Christian Lörch und Jonas Ballreich hatten sich mit der Ausarbeitung eines Konzeptes für den Förderverein beschäftigt, eine Satzung entworfen, Ideen für Fundraising-Aktivitäten entwickelt und die notwendige Verzahnung der Strukturen vorbereitet. Am Donnerstag, 19. September 2024 fand im Ev. Gemeindehaus die Gründungsversammlung statt.

„Das Interesse an der Zukunft des Gebäudes der Kirche ist erfreulich groß“, so die Vorsitzende des Kirchengemeinderats Katharina Thorn in ihrer Begrüßung und übergab sodann an das Projektteam, das die Tagesordnung vorstellte und noch einmal die Hintergründe der Gründung zum Zweck der baulichen Erhaltung und Modernisierung des Kirchengebäudes aufzeigten. Jessica Marsh und Jonas Ballreich präsentierten den gesamten Satzungsentwurf, der in 16 § aufgestellt ist.

Fragen zur Mittelvergabe, Einbeziehung des Rechnungsamtes, der Verzahnung zwischen Kirchengemeinderat und Förderverein oder Mitspracherechten wurden ausreichend und klar beantwortet. Betont wurde, dass es jetzt schon eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gäbe. Aufmerksam auch ein Besucher, der im Text einen Fehler im Wort entdeckte, das selbstverständlich im Satzungsentwurf geändert wird, bevor alles seinen rechtlichen Weg geht. Man hoffe, dass evtl. bereits am 1.1.2025 dass e.V. den Namen des Fördervereins vervollständigt.

„Das Ev. Kirchengebäude befinde sich zwar zurzeit in einem tadellosen Zustand, man müsse aber bereits heute an die nächsten 20, 20 Jahre denken und eine Strategie für Projekte entwickeln sowie einen Anreiz zur Füllung des Fonds für die Zukunft geben“, so Christian Lörch.

Der wichtige Augenblick mit der Abstimmung war gekommen. Einstimmig wurde die Satzung zur Gründung des Fördervereins verabschiedet und die Anwesenden, die sich mit ihrer Unterschrift zum Beitritt entschieden hatten, dürfen sich nun Gründungsmitglieder nennen.

Wahl des Vorstands und Mitgliedsbeiträge

Die Wahlleitung übernahmen Jessica Marsh und Christian Lörch. Zur 1. Vorsitzenden wurde Katharina Thorn, Christina Schmitz zur 2. Vorsitzenden und Sören Marsh zum Schatzmeister gewählt. Alle Gewählten nahmen die Wahl an.

Auch die dann vorgestellte Beitragsordnung wurde einstimmig angenommen. Mit 24 Euro jährlich soll der Einstieg für alle Interessierten leichtgemacht werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, entweder 36 Euro, 48 Euro oder individuell einen Betrag auf dem Antragsformular anzukreuzen. Selbstverständlich sind auch Spenden zur Unterstützung willkommen. Verpflichtend und zur Arbeitserleichterung ist ein SEPA-Lastschriftsmandat erforderlich.

Weiteres Vorgehen

Katharina Thorn, nunmehr 1. Vorsitzende des Fördervereins, stellte das weitere Vorgehen mit der Anmeldung ins Vereinsregister, Webpräsenz und Pressearbeit vor. Zur Ideensammlung der zukünftigen Vereinsaktivitäten in 2025 lud sie auch die Versammlung ein, helfend mitzuwirken. Gedacht ist da u.a. an die Teilnahme an der Kerwe und Weihnachtsmarkt sowie einem Kleiderflohmarkt für Frauen

Mit dem Erlös der Lesung mit Elena Fischer und dem anschließenden Nussbaum konnte schon ein Grundstock für den Förderverein gelegt werden. Am 15.11.2024 startet die nächste Veranstaltung des Fördervereins mit der Ron Prinz Kombo.

„Danke an sie alle für die großartige Resonanz zur heutigen Gründungsversammlung zur nachhaltigen Unterstützung unseres Kirchengebäudes“, so Katharina Thorn in ihren Schlussworten, bevor die Gründungsmitglieder mit einem zufriedenen Blick auf ihr imposantes Kirchengebäude auseinandergingen.

Renate Hettwer

Gründungsversammlung für den neuen Förderverein zur Erhaltung der ev. Kirche Neulußheim

Im Rahmen des Strategieprozesses in der ev. Landeskirche wurde klar, dass unser Kirchengebäude in Neulußheim langfristig nicht mehr in gewohnter Wiese von der Landeskirche finanziert werden kann.

Aus dieser Herausforderung heraus ist die Idee eines Fördervereins entstanden. Ein solcher Verein wird es ermöglichen, Spenden und Engagement zielgerichtet für das Kirchengebäude einzusetzen. Der Förderverein wird eine zentrale Rolle einnehmen, um die langfristige Sicherung und Unterhaltung „unserer Kirche“ zu gewährleisten. Eine engagierte Projektgruppe hat gemeinsam die Satzung entworfen und erste Fundraising-Ideen entwickelt.

Wir laden Sie herzlich ein zur Gründungsversammlung des „Fördervereins zur Erhaltung der ev. Kirche Neulußheim“ am 19. September 2024 um 19:00 im Evangelischen Gemeindehaus.

Kommen Sie zur Gründungsversammlung, informieren Sie sich und werden Sie Teil dieses wichtigen Projektes. Wir suchen engagierte Unterstützer. Gemeinsam können wir viel bewegen.

Du bist erste Wa(h)l!

Tauffest der HoRAN-Gemeinden am und im Blausee

Am Sonntag, 15. September feiern die HoRAN-Gemeinden ein großes Tauffest am Blausee. Das Fest beginnt um 10 Uhr und wird von den Pfarrer:innen der Kirchengemeinden gestaltet Der Reilinger Gospelchor wird den musikalischen Teil übernehmen.

Die vier HoRAN-Gemeinden erwarten zu diesem Fest über 30 Täuflinge und deren Familien. Höhepunkt des Tauffestes ist natürlich die Taufe der Babys und Kinder im Wasser des Blausees. Ihre Eltern und Paten werden sie dabei begleiten. Was die Taufe für das eigene Leben bedeutet kann, wird zuvor mit einer Geschichte aus der Bibel dargestellt. Dabei spielen ein Auftrag, der Prophet Jona, Gott und nicht zuletzt ein Wal ein Rolle.

Bei anhaltendem Regen wird das Tauffest leider ausfallen müssen. Lokale Gottesdienste in den Kirchen der HoRAN-Gemeinden werden an diesem Sonntag nicht gefeiert.

Weitere Infos:
https://www.evangelisch-in-hockenheim.de/termine/nachrichten-leser/du-bist-erste-wa-h-l.html

Tauffest am Blausee 2023

Eine Reise durch die Zeit – Kindererlebnistage der Evangelischen Kirchengemeinde und den Schülerfreunden Lußhardtschule

Alles begann in Athen. Am Mittwochmorgen, den 28.08.2024, trafen 15 Kinder aus Neulußheim gemeinsam mit einer rasenden Reporterin auf einen seltsamen alten Mann. Sein Name war Paulus, ein reiselustiger Mensch, der sogar durch die Zeit reisen kann. Er nahm die Kinder mit nach Athen und zeigte ihnen die Welt des Olymps und seiner Götter. Wobei für Paulus klar war, dass es für ihn nur einen Gott gibt, der uns liebt, so wie wir sind.

Die Kinder hatten viel Spaß an den Olympischen Spielen, die dann stattffanden, in denen es harte Wettkämpfe zu bestreiten gab. Am Donnerstag dann entdeckten alle Teilnehmenden gemeinsam mit Meike Kohl, Vorstandsmitglied bei den Schülerfreunden Neulußheim, unseren Ort Neulußheim und waren damit ganz in der Gegenwart angekommen. Nach dem Spaziergang wurden bunte Traumfänger gebastelt und immer wieder viel gespielt und gelacht. Der Freitag stand im Zeichen der Zukunft, Paulus kam mit seinem neuen Roboterfreund Herbert vorbei und erfuhr von Christian Lörch etwas über Mosaike und dass sie Bestand haben weit in alle Zukunft hinein.

Deswegen wurde dann sogleich ein Mosaik selbst hergestellt, dass an der Bank bei den Glocken zu bewundern ist und dort die Zeiten überdauern wird und noch in hunderten Jahren zu sehen sein wird. Auch einen Roboter durfte sich jedes Kind bauen und mit nach Hause nehmen. Besonderes Highlight war die köstliche Versorgung von Kindern und Team durch die Helfer und Helferinnen von „Gemeinsam statt einsam“. Jeden Tag gab es einen guten Frühstückssnack und ein leckeres Mittagessen, dass gemeinsam verzehrt wurde. Das Team um Diakonin Hannah Mautner und Vikarin Johanna Falkenhahn war hoch zufrieden mit dem Verlauf der Zeitreise. Am Sonntag, 01.09.2024, um 11:00 Uhr im Familiengottesdienst werden Ergebnisse aus den drei Tagen zu bestaunen sein.

Gottesdienst und Empfang mit Verabschiedung von Pfarrerin Katharina Treptow-Garben

11 Jahre voller Segen

So ist es in einer jeden Kirchengemeinde: Schon bei Amtsantritt von Pfarrerin Katharina Treptow-Garben vor 11 Jahren war klar, dass einmal die Zeit kommt, dass ein Pfarrerwechsel und somit ein Abschied stattfindet. Ein Abschied mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Lachend, weil Katharina Treptow-Garben als neue Dekanin für den Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz der Region erhalten bleibt und ihre Familie weiter in Neulußheim leben wird. Einem weinenden Auge bei all den Menschen in Neulußheim, die ein Stück des Weges mit ihr gegangen waren und sie sehr vermissen werden.
Die Gläubigen gingen gerne in ihre Gottesdienste, weil sie stets einen Bogen als brillante Rednerin zum Heute und der christlichen Botschaft spannte. Sie war eine Seelsorgerin mit einem großen Herzen. Ideengeberin im kirchlichen und schulischen Bereich und trug selbstbewusst und praxisorientiert die begonnenen Veränderungen im Kirchenbereich mit.

Als engagierte und gute Zuhörerin war sie im menschlichen Umgang mit Kirchengemeinderat, Mitarbeitern und allen kirchlichen Gruppen eine von ihnen. Immer nah bei den Menschen in Neulußheim, dem Nahebringen der christlichen Botschaft, ob bei freudigen oder traurigen Ereignissen, und hat deshalb ein Stück Neulußheimer Kirchen- und Ortsgeschichte geschrieben.

Nach dem Orgelvorspiel von Bezirkskantor Paul Hafner und Einzug des Kirchengemeinderats, Schuldekanin Christine Wolf und Pfarrerin Katharina Treptow-Garben in die vollbesetzte Kirche, brachten nach der Begrüßung von Katharina Thorn, Vorsitzende des Kirchengemeinderats, die Kinder des Kindergartens im Podeyhaus unter der Leitung von Britta Bartmann, und musikalisch begleitet von Ingrid Stiegler, gleich fröhliches und quirliges Leben in die Kirche. Was passte da besser als ihr „Halli, hallo, herzlich willkommen“ und die gesungene Vorstellung ihrer Gruppen.

Eine letzte Predigt und Worte des Danks

Nach Votum, Psalmgebet und dem Lied „Ehre sei dem Vater“ durch den Kirchenchor, Lesung aus Mt 5, 13-16, mit der Ermutigung aus der Bergpredigt durch Kirchengemeinderat Dr. Ralf Wagner, dem Glaubensbekenntnis der Gemeinde und dem Chor mit „Sing we alleluia“ stieg Katharina Treptow-Garben ein letztes Mal als Neulußheimer Pfarrerin auf die Kanzel.

Lebt als Menschen des Lichts – ihr seid dazu berufen

„Der Ertrag daraus wird Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit sein“, so Pfarrerin Katharina Treptow-Garben mit Worten aus Epheser 5. Sie zeichnete das Bild Gottes, der seinen geliebten Kindern aufgibt, ihr Leben so zu führen, dass es von Liebe bestimmt ist. Sich darauf einlassen von Gott berührt zu werden und sich darauf einlassen geliebt zu sein. Was heißt, dieser Welt im Glauben zu begegnen. In weiteren berührenden Worten an die Gemeinde dankte sie für das wundervolle Amt als Pfarrerin für Neulußheim.

Wunderbare Jahre in Gemeinschaft

Sie habe Menschen mit Ideen und Träumen, die sich für den Glauben begeistern lassen, kennengelernt, die kritisch nachfragten, mitdachten, erinnerten, um Gutes zu bewahren. Menschen, die sich mit ihren Gaben engagieren, sich im Ehrenamt einbringen ob im Pfarramt oder der Kirche. Großartig auch ein Leitungsgremium zu haben, das versteht, was es tun soll, leiten und entscheiden nach bestem Wissen und Gewissen. Dazu die gute Verbindung zwischen Kirchengemeinde, Akteuren des Gemeinwesens, zu den Vereinen, Schule, Kindergarten, Rathaus und Geschäftswelt.

„Es war auch nicht alles gut in den 11 Jahren“, so Treptow-Garben. Mit Streit, Verletzungen und auch Kontaktabbrüchen und alten Wunden, die trotz ernsthafter Bemühungen nicht geschlossen werden konnten. „Es ist in dieser Gemeinde, wie in jeder Familie Mensch: es gibt alles, bleibt bunt und es bleibt jetzt spannend, wie es sich alles weiterentwickeln wird. Für sie seien es 11 wunderbare, spannungs- und segensreiche Jahre in Neulußheim, mit weit über 1000 unterschiedlichen Gottesdiensten an Sonntagen, Freitagabenden, in der Friedhofskapelle, Kindergarten, Schule, Blausee, am Erlichsee, auf dem Kerweplatz, in privaten Gärten und an Lieblingsorten von Menschen gewesen, mit einem grandiosen Team, in einem super Pfarrhaus. Neulußheim habe sie mit Wohlwollen aufgenommen und die Zusammenarbeit in der HoRAN Ökumene sei überaus gut gewesen.

Ihre Aufgaben seien jetzt andere, aber die Berufung, das Amt der Pfarrerin, bleibe die gleiche und doch ein Übergang in eine andere Zeit. Gerne werde sie noch einmal wiederkommen auf diese Kanzel, wenn die Gemeinde es wolle, aber dann nicht mehr als Neulußheimer Pfarrerin. Sie empfinde den Schmerz über die Trennung ebenso stark wie die Freude und Dankbarkeit, für alles, was sie hier gelernt habe und alles, was sie miteinander mit den Menschen geteilt habe.

Ihr seid das Salz und das Licht der Welt

„Viel Zuspruch ist durch dich in Neulußheim geschenkt worden, du hast dich rufen lassen durch deinen Glauben, der Freude und der Liebe zu den Menschen, wir sagen von Herzen Dank“ so Schuldekanin Christine Wolf in ihren würdigenden Worten nach einem weiteren Vortrag des Kirchenchors mit „Joshua fit the battle of Jericho“. Ihr oblag es, die Entpflichtung Katharina Treptow-Garbens als Pfarrerin, die bereits seit 3 Jahren als stv. Dekanin fungierte, unter Gottes Segen vorzunehmen.

Berührend die Segnung Katharina Treptow-Garben durch Schuldekanin Christine Wolf, den Kirchengemeinderäten Christoph Diez und Hanni Schneider. Nach den Fürbitten, gesprochen von Vikarin Johanna Falkenhahn, Diakonin Hannah Mautner, Kirchengemeinderäten Jonas Ballreich, Tanja Löschmann und Dierk Esau für Katharina Treptow-Garben, dem Miteinander der Generationen in der Kirche, der Weiterentwicklung von Kirche und Gemeinschaft, dem Gemeinwesen in Neulußheim, dem Miteinander der Vereine und Institutionen, der Bewahrung der Schöpfung und wie wir dazu beitragen können, in Frieden mit der Schöpfung zu leben, wurde zum gemeinsamen Vaterunser übergeleitet. Nach einem weiteren gemeinsam gesungenen Lied der Gemeinde gab es Mitteilungen und Aktionen durch die Vorsitzende des KGR Katharina Thorn, die auch zum anschließenden Empfang und gemeinsamer Sommerparty einlud.

Vor dem Ausgangssegen durch Pfarrerin Eva Weisser, Orgelnachspiel, gab es noch zwei Überraschungen für Katharina Treptow-Garben. Joana Notheis, ehemalige Vikarin und jetzige Pfarrerin sowie Vikarin Johanna Falkenhahn verwandelten sich im Nu als kultige Rapper und begeisterten u.a. mit ihren Aussagen, sie möge ihre neue Wirkungsstätte „umgraben“. Dem standen die HoRAN Pfarrkollegen mit einem Film in nichts nach und zeigten, angelehnt an die Bibelgeschichte, wie eine göttliche Vermehrung, dieses Mal von Rosen, ob z.B. im Kopierer, in Orgelpfeifen, im Pfarrbüro oder im Komposthaufen, gehen kann, bevor Diakonin Johanna Hassfeld aus Hockenheim diese vermehrten Rosen überreichte und der Empfang mit all den herzlichen Dankeschöns und Abschiedswünschen seinen Lauf nahm.

Große Wertschätzung und eine fröhliche Abschiedsparty

Und wer war alles gekommen, um ihr den Abschied etwas leichter von ihrer Kirchengemeinde zu machen? Ihre Familie, Pfarrkollegen und –kolleginnen, Bürgermeister Kevin Weirether, Bürgermeister Andreas Emmerich aus Waghäusel, eine Handvoll Gemeinderäte, viele Weggefährten und Freunde, Gemeindemitglieder, Konfis und Teamer und all die Menschen, die in Arbeitsgruppen, Projekten mit ihr zusammengearbeitet hatten. Mit Geschenken und Grußworten von Jonas Ballreich, Leonie Kuppinger und Johannes Stein-Wiesemann mit humorvollen Rückblicken brachten sie ihre Dankbarkeit und Wertschätzung und den Dank für den gemeinsamen Weg mit Konfi- und Jugendfreizeiten zum Ausdruck. Ihre offene und ehrliche Art habe vielen geholfen, wichtige Zukunftsentscheidungen zu treffen. Dank auch von KGR Hanni Schneider, die für das Morgenlob und Gemeinsam statt einsam für die kreative und wertvolle und prägende Zeit mit Geschenken für ihr neues Zuhause dankte. Jutta Roth als Vorsitzende des Kirchenchors zeigte sich dankbar für ihre Unterstützung der schweren Zeit der Chorleitersuche und freute sich, dass sie dem Chor als Sängerin erhalten bleibe.

Bürgermeister Weirether überreicht
Neulußheimer Stele Das Beste was Neulußheim passieren konnte

Ein ganz besonderer Moment war, als Bürgermeister Kevin Weirether über die ersten Begegnungen in seinem Wahlkampf mit dem Namen Garben bei seinen Haustürbesuchen berichtete und sie beim persönlichen Kennenlernen dann, wie überall beschrieben, als einen einfühlsamen, warmherzigen Menschen kennenlernte. „Hätte sie als Bürgermeisterin kandidiert, hätte er wohl keine Chance gehabt“, sagte er augenzwinkernd. Sie habe in allen Lebenslagen, in schönen und schwierigen Momenten, Menschen durchs Leben begleitet und werde große Fußspuren hinterlassen. In Anerkennung Ihres Engagements um die Ortsgemeinschaft überreichte er ihr ein kleines Kunstwerk, die Neulußheimer Stele mit Urkunde, die bisher nur wenige Neulußheimer für ihr Engagement erhielten.

„Leben geht nur vorwärts, aber zurückschauen darf man“, so Kirchengemeinderätin Katharina Thorn die die 11-jährige Zeit Revue passieren ließ. Es war die allerbeste Entscheidung des Kirchengemeinderats, sich vor 11 Jahren für Katharina Treptow-Garben als neue Pfarrerin zu entscheiden.
Rückblickend auf jetzige Strukturveränderungen, die Flüchtlingsproblematik, Corona 2020 mit neuen kreativen Gottesdienstformen und –regeln, Di-gitalisierung und den vielen Freiluftgottesdiensten bis hin zur Kerwe, ging Thorn auf die vielen Aktivitäten und u.a. ihr Gestalten, ob beim KonfiCup oder Fahrradralley, ein. HoRAN Tauffeste, die vielen Treffen unter dem Nussbaum oder das Projekt des beliebten Mittagstisches bei Gemeinsam statt einsam und die Nachtreffen mit Schlösserexperte Dr. Ralf Wagner: n spürt, es lebt sich gut in dieser Kirchengemeinde und zeigt das harmonische Zusammenwirken mit ihr. Das zitierte moderne Pfarrhaus habe auch seine Tücken gehabt: es zogen als Untermieter die geschützten Dohlen in den Kirchturm, so Thorn. Sie danke im Namen des KGR auch für die vielen Gottesdienste zu besonderen Feiertagen, die sie mit ihrem Vater Prälat i.R. Bernd Böttner gefeiert habe und überreichte als Erinnerungsgeschenk einen Bildband mit Fotos all der Stationen ihrer Pfarrzeit.

Ein passendes Musikstück hatte der Musikverein unter der Leitung von Thomas Sturm mitgebracht: „Genieße Dein Leben“. Mit den Klängen, und diesem besonderen Wunsch für Katharina Treptow-Garben und ihre Familie, wurde mit ihr fröhlich unter dem Nussbaum bei kühlen und spritzigen Getränken und riesigen Pizzen Abschied gefeiert. Und wie sagte ein Gemeindemitglied „Man geht nie so ganz“. Wir werden sie überall vermissen, freuen uns aber auf ein gelegentliches Wiedersehen und wünschen ihr von Herzen alles Gute.

Renate Hettwer

„Bete und Bike“ – HoRAN-Gottesdienst

Am Sonntag, 28. Juli laden die evangelischen HoRAN-Gemeinden zum gemeinsamen Gottesdienst nach Altlussheim ein. Der Gottesdienst im Emil-Frommel-Haus beginnt um 10 Uhr und wird von Pfarrerin i.R. Esther Kraus und fahrradfahrenden Frauen gestaltet. 20 Frauen aus der Kirchengemeinde Altlussheim schauen dankbar zurück auf das, was sie auf ihren jährlichen Fahrradtouren an Gutem erfahren haben an Leib und Seele: tägliche Andachten in Kirchen haben sie gestärkt. Das Fahren in der freien Natur hat sie durchatmen und Sorgen vergessen lassen. Ihre Gemeinschaft wurde ihnen von Tour zu Tour wertvoller. Im Gottesdienst wollen sie ihre Freude und Dank in der Gemeinschaft der HoRAN-Gemeinden teilen und gestalten so auch den Auftakt in die Sommerferienzeit. Im Anschluss sind alle zum gemütlichen Beisammensein eingeladen.

Bildquelle: Bing Copilot Designer ∙ Inhaltsnachweise: Mit KI erstellt