Herzlich Willkommen

Liebe Leser und liebe Leserinnen,

Die Liebe ist eine spannende Sache, und sie hat viele unterschiedliche Formen und Arten.

Es gibt die Liebe zwischen Paaren, die zwischen Eltern und Kindern, zwischen dem Menschen und Gott und noch viele andere Arten von Liebe.

Jesus hat uns im Doppelgebot der Liebe drei Arten von Liebe gezeigt, die ihm besonders wichtig sind. Die Liebe zu Gott, die Liebe zu mir selbst, und die Liebe zum Nächsten.

Alle drei sind gar nicht so einfach zu leben – alle drei stehen in Balance zueinander, wenn eines nicht gelingt, sind auch die beiden anderen schwierig in Balance zu halten.

Das Doppelgebot der Liebe lautet:

Das höchste Gebot ist das:
„Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft“
(5. Mose 6,4-5).

Das andere ist dies:

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (3. Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese. (Markusevangelium 12,29-31)

Eine wahre Geschichte hierzu hat unsere Leserin Sabrina Grimmer erlebt.

Sie schreibt:
Was bedeutet Nächstenliebe?

Nächstenliebe hat viele Gesichter. Und Nächstenliebe hat nichts mit Geld, gesellschaftlichem Status oder anderen Äußerlichkeiten zu tun. In der heutigen, schnelllebigen Zeit, wird dies allzu oft falsch interpretiert. Aber nicht der, der einem Geld oder teure Geschenk gibt, praktiziert automatisch Nächstenliebe.

Kurz nach der Weihnachtszeit ist uns folgendes geschehen:

Unsere Familie ging mit ihrem kleinen Kind einkaufen, um die Vorräte nach den Feiertagen, welche großzügig gestaltet waren, wieder aufzufüllen. Für die meisten ist dies wahrscheinlich selbstverständlich, aber noch lange nicht für alle.

Ein Mann, optisch nicht ansprechend bzw. äußerlich nicht den gesellschaftlichen Vorstellungen entsprechend, war ebenfalls im Markt. Er kaufte eine Flasche Bier, unzählige Mengen reduzierter Schokolade und noch ein paar wenige andere Lebensmittel ein. Er rechnete grob an der Kasse, stellte fest, dass er noch etwas mitnehmen konnte und holte dieses schnell. Er stand hinter der Familie mit dem Kind.

Die Leute tuschelten und schauten herablassend. Aber was man nicht sehen konnte waren die Seele und das Herz des Mannes. Das Kind zeigte auf die Ein-käufe des Mannes und sagte, dass es auch gerne die Schokolade und Do-minosteine haben würde.

Nach dem Bezahlen räumte die Familie mit Kind ihre Einkäufe in die Taschen. Der Mann bezahlte ebenfalls, ging zu dem Kind, schenkte ihm die Schokolade und plauderte noch kurz mit der Familie.

Vielleicht war der Mann in den Augen mancher nicht salonfähig genug, aber er war voller Nächstenliebe.