Zweites Nachtcafé der Evang. Kirchengemeinde Neulußheim am 16.11.2018 begeistert Publikum

Die Evangelische Kirchengemeinde hatte zum zweiten Nachtcafé unter dem Thema „Kamingedanken – Geschichten und Lieder aus dem Leben“ ins Gemeindehaus eingeladen. Pfarrer i. R. Gerhard Engelsberger war mit seinem Sohn Christoph und dessen Band nach Neulußheim gekommen, um den Freitagabend mit stimmungsvollen Texten und Liedern zu gestalten.

Im Gemeindehaus gibt es zwar keinen Kamin mit prasselndem Feuer, aber Kerzen und gedämpftes Licht erzeugten im Saal eine heimelige Atmosphäre, so dass sich die zahlreichen Gäste von Anfang an wohl fühlten. Mit seiner angenehmen Stimme, vielen bekannt aus dem Radio oder von Fernsehgottesdiensten als evangelischer Pfarrer in Mannheim und Wiesloch, sorgte er für gespannte Aufmerksamkeit im Raum und die Gäste lauschten konzentriert seinen Geschichten, die er aus ausgewählten Büchern vorlas.

Der erste Teil des Abends war sehr besinnlich und lud zum Nachdenken ein, wie z.B. die Erzählung von einem türkischen Mann, der nicht nur in Engelsbergers Garage, sondern auch in deren Nachbarschaft, nach Dingen suchte, die er für sich und seine Familie brauchte. Ein Fahrrad und einen Kinderwagen hätte er gerne gehabt, denn in Deutschland sei alles sehr teuer. Das war damals sehr befremdlich – heute würde Engelsberger ihm einen Kinderwagen schenken, zumal er diesem Mann später bei einer deutsch-türkischen Veranstaltung begegnet war.

Engelsbergers Geschichten sind aus dem alltäglichen Leben, er schildert Eindrücke von seinen Reisen, von Wanderungen, von Begegnungen, die ihn berührten. So wie einer Frau, die einfach nur lächelte und ihm deshalb in Erinnerung geblieben ist.

Sohn Christoph, Familienvater, Gymnasiallehrer, Chorleiter, Sänger und Musiker, schreibt seine Lieder und Texte selbst. Christoph Engelsberger am Flügel, begleitet von einem Kontrabassisten und einem Gitarristen ließen beim Publikum auch ohne den an diesem Abend leider erkrankten Schlagzeuger den Eindruck einer harmonischen und vollständigen Band erscheinen.

Seine Texte entstehen aus dem Leben, aus dem Glauben, aus seinen Erfahrungen mit Familie und Freunden. Inspiriert auch z.B. von dem erschütternden Foto eines kleinen Jungen aus Syrien, dessen Leichnam 2015 an den Strand gespült wurde. „Menschen ohne Namen“ ist der Titel des zu Herzen gehenden Songs dazu.

Christoph Engelsberger erzählt vom Besuch einer Schulklasse in Verdun, dem Schauplatz einer der grausamsten Schlachten im Ersten Weltkrieg. „Felder von Verdun“ heißt sein Song, in dem er besingt, was er dort fühlt und an die Schüler weitergeben will, damit die Erinnerung nicht verblasst und damit es nie wieder so etwas Grauenvolles geben soll.

Die Texte sind mit eingängigen und gefühlvollen Melodien unterlegt, alles deutschsprachig, sehr gut verständlich vorgetragen und leidenschaftlich am Flügel und von den Instrumenten begleitet.

In der Pause sorgten die Damen der Frauengruppe „Morgenlob“ für das leibliche Wohl der Gäste. Sie hatten ein tolles Buffet mit leckeren, selbstgebackenen Muffins, Blätterteigsnacks und Käsespießen arrangiert. Die Besucherinnen und Besucher fühlten sich wohl und konnten sich angeregt unterhalten.

Nach der Pause ging es sehr locker und heiter weiter.

Beim Lied über den kleinen Jungen, der so gern ein Astronaut sein wollte, wurde Christoph Engelsberger von seinem 4-jährigen Sohn Paul mit Gesang unterstützt, denn der Song ist Pauls Lieblingslied. Auch Christophs Ehefrau und der 8-jährige Sohn Jona waren an dem Abend dabei. Jona hatte schon beim Aufbau der Technik mitgeholfen und wurde vom Opa dafür sehr gelobt.

Mit seiner charmanten Art des Vorlesens und Erzählens zog Gerhard Engelsberger die Gäste mit seiner Geschichte von der Frau, die Linkshänderin ist und der er im Zug begegnete, in seinen Bann. Und von Christen, die gerne lachen, von der Freude und dem Jubel über den Blinden, der von Jesus geheilt wurde. Die Vorstufe vom Lachen ist die Freude. In der Bibel kommt das Wort Lachen nur ca. 20 mal vor, von der Freude ist über 600 mal zu lesen. Wir leben aber unter dem Himmel und noch nicht darin.

Er freue sich, wenn Menschen lachen können ohne dass jemand einen blöden Witz erzählt. So haben die Menschen bestimmt gelacht und sich gefreut, als bei einer Hochzeitsfeier in Kana Wasser in Wein verwandelt wurde.

Zum Schluss erfüllte Christoph Engelsberger noch einen besonderen Wunsch  der Frauengruppe, indem er das Adventslied „Wenn die Engel heut‘ kämen“ spielte und gemeinsam mit seinem Vater auch alle fünf Strophen auswendig sang. Dieses Lied ist ein Lieblingslied aus dem Kinder-Weihnachts-Musical, das Gerhard Engelsberger vor ca. 30 Jahren selbst komponierte und mit einem Kinderchor aus Wiesloch aufführte. Seitdem gehören Lieder aus diesem Musical im Advent zur Neulußheimer Frauengruppe dazu. Das Lied wurde so gefühlvoll von Vater und Sohn Engelsberger vorgetragen, dass ein Gänsehautfeeling nicht nur bei den Morgenlobfrauen entstand.

Mit dem Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“, bei dem alle mitsingen konnten, klang der Abend gefühlvoll aus.

H.Schn/M.Na.

After Work Gottesdienst – Mein Bild von dir

Nach längerer Pause findet in der Ev. Kirche in Neulußheim am 09.11.2018 um 18:30 Uhr wieder der beliebte After Work Gottesdienst statt. Es geht dieses Mal um Bilder – Bilder die wir uns von Gott machen und welche Wirkung sie auf uns haben.

Der Gottesdienst wird gestaltet von Pfarrerin Katharina Garben und Claudia Hager, musikalisch zeichnet Organist Gerhard Müller verantwortlich. Man darf gespannt sein, wie er das Thema an der Orgel umsetzen wird.

Wenn einer eine Reise macht…

Evangelische Kirchengemeinden Alt- und Neulussheim: Knapp 40 Kinder lernten bei der Kindererlebnisnacht am 3.11. zwischen 17:00 -21:00 Uhr Christen aus aller Welt kennen

Neulußheim. Wie leben eigentlich Christen in anderen Ländern und gibt es da überhaupt welche? Dieser Frage sind am Samstagabend knapp 40 Kinder aus Altlußheim und Neulußheim im evangelischen Gemeindehaus nachgegangen. An fünf Stationen spielten und bastelten sie an landestypische Aufgaben. In Russland mussten aus Zuckerwürfeln Türme und Iglus gebaut werden, in Namibia wurden Masken aus alten Weichspülerflaschen gebastelt, auf den Philippinen wurden aus alten Milchkartons Portmonees geupcycelt, in Australien wurden Digeridoos gebaut. Diese Länder bereisten die Kinder in Gruppen, aber in der Großgruppe wurde gemeinsam in den USA gegessen und sich besprochen, bei Pommes, Nuggets und Salat.

Bei allen Stationen stellten die Ehrenamtlichen die Länder vor und erzählten, wie die Christen in diesen Ländern leben.

Die Idee für die Kinderaktionsnacht orientierte sich am Familiengottesdienst in Neulußheim, wo seit zwei Jahren zwei Mädchen, Mütze und Zoomie, sich gegenseitig Fragen des Glaubens stellen.

Zum Abschluss der Nacht gab es noch eine tolle Nachtwanderung mit Fackeln und einem besonderen Abschluss in der Kirche. Bei Kerzenschein erzählte Gemeindediakon Jascha Richter die Geschichte des Lucia-Lichtfests in Skandinavien. Die Kinder und ihre Eltern hörten gespannt zu und gingen im Anschluss erschöpft, aber glücklich nach Haus, nicht ohne nach einer Neuauflage zu fragen. Gemeindediakon Jascha Richter, Pfarrerin Katharina Garben, und das 15 köpfige Team aus Jugendlichen und Erwachsenen versprachen: Im nächsten Jahr wird es wieder eine Kinderaktionsnacht geben.

Kinderlerlebnistag

Am 3.11. von 17:00-21:00 Uhr lädt die Evangelische Kirchengemeinde Neulussheim zur zweiten Kindererlebnisnacht für Kinder im Grundschulalter ein. Stand im letzten Jahr Martin Luther im Mittelpunkt, so geht es in diesem Jahr auf Weltreise. Gemeinsam werden fünf Länder besucht, in denen Christen leben. In jeder Länderstation wird etwas landestypisches gebastelt oder gespielt.  Auch das gemeinsame Essen kommt in diesem Jahr aus einem bestimmten Land und wird den teilnehmenden Kindern hoffentlich gut schmecken. Nach der Weltreise geht es auf Fackelwanderung und zum Abschluss treffen sich alle in der nur von Kerzen erhellten Kirche zum Abendsegen. Gemeindediakon Jascha Richter, Pfarrerin Katharina Garben und ein großes Helferteam freut sich auf diesen besonderen Abend. Es gibt noch freie Plätze. Anmeldungen sind noch bis zum 26.10. möglich telefonisch unter 06205-31130 oder per Mail an jascha.richter@kbz.ekiba.de.

In eigener Sache

Der Gemeindebrief wird seit Jahren von Frauen und Männern der Gemeinde zu Ihnen in die Häuser gebracht.

Das ist ein sehr wichtiger Dienst an der ganzen Gemeinde, denn der Gemeindebrief ist das einzige Medium, dass wirklich alle Haushalte erreicht, in denen jemand evangelisch ist.

Die lokale Zeitung und die Lussheimer Nachrichten werden nur von einem Drittel der Menschen in Neulußheim bezogen und auch die Homepage unserer Kirchengemeinde erreichen nicht alle Menschen.

Deswegen fände ich es toll, wenn es auch weiterhin möglich wäre, den Gemeindebrief zu Ihnen nach Hause zu bringen.

Durch Umzüge und die Neubaugebiete fehlen uns aber etwa 2-3 Menschen, die bereit wären, Gemeindebriefe auszutragen.

Folgendes kommt auf die Austräger/Innen zu:

  • Viermal im Jahr den Gemeindebrief im ev. Gemeindehaus abholen und in ca. 80-100 Haushalte anhand einer Liste einwerfen
  • Der zeitliche Aufwand beträgt laut erfahrenen Austrägerinnen ca. zwei Stunden

Das haben Sie davon:

  • Sie lernen neue Menschen kennen und lernen vielleicht auch Neues über eine Straße und ihre Bewohner
  • Sie haben einen regelmäßigen Termin für einen ausgiebigen Spaziergang
  • Sie sind Mitarbeiter/In der Ev. Kirchengemeinde und bekommen so Einladungen zu Festen und Informationen

Bei Interesse rufen Sie bitte im Pfarramt an unter 06205-31130 oder
melden Sie sich bitte unter Katharina.Garben@kbz.ekiba.de

Mittagessen im Kindergarten

 

Gesellschaftliche Änderungen verändern auch die Arbeit im Kindergarten. Ganztagesbetreuung für Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind, ist nichts Neues. Schon vor 142 Jahren, als unser Kindergarten gegründet wurde, gab es das. In den 60er und 70er Jahren war es üblich, dass die Mütter zuhause waren. Daran orientierten sich auch die Öffnungszeiten des Kindergartens. 08:00 – 12:00 Uhr und 14:00 bis 16:30 waren üblich. Mittagessen gab es zuhause. Gekocht wurde dort sowieso.

Mittlerweile hat sich die Situation stark verändert. Die Nachfrage nach Essen im Kindergarten wächst stetig. Mittlerweile essen in unserem Kindergarten 52 Kinder. Der Speiseraum reicht längst nicht mehr aus. Seit einiger Zeit muss unser Musikraum als Speiseraum herhalten. Die Eltern können das Essen für Ihre Kinder auch an einzelnen Tagen, wenn sie es benötigen, buchen.

Vielleicht kommt die große Nachfrage nach dem Essen auch daher, dass unser Essen im Kindergarten nicht angeliefert, sondern frisch gekocht wird. Zwei Köchinnen teilen sich die Stelle. Frau Irene Ritzert kocht schon seit 7 Jahren für uns. Im letzten Jahr übernahm Frau Janine Frank zwei Tage pro Woche das Kochen. Den Speiseplan erstellen die beiden Köchinnen gemeinsam mit den Erzieherinnen.

Alle 6 Wochen treffen sie sich und basteln einen Speiseplan, der sich an saisonalen Angeboten, den Empfehlungen der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung“ sowie den Vorlieben der Kinder orientiert. Sogar Allergien der Kinder und religiöse Speisevorschriften können berücksichtigt werden. So gibt es jede Woche einmal Fisch, keine Fischstäbchen – unsere Kinder lieben gebackenen Fisch mit Kartoffelsalat! Während der Spargelzeit kommen Spargel auf den Tisch. Auch vegetarische Gerichte werden angeboten und einmal pro Woche ist Suppentag. Aber auch alte traditionelle Gerichte können zubereitet werden.

So wunderte sich eine Mutter, als ihr Sohn abends berichtete: „Im Kindergarten gab es heute verheiratete Leute zu essen“. Neulußheimer wissen, was „Verheiadde“ sind. Alle anderen sollten es kennenlernen. Der Höhepunkt in der Rubrik „Traditionelles“ sind seit vielen Jahren Dampfnudeln, die von den Köchinnen frisch gebacken werden. Entweder beginnt das Essen mit Rohkost als Vorspeise oder es endet mit einem Dessert oder mit Obst.

Schön zu sehen, wie Kinder essen lernen. Wie sich schon sehr früh der Geschmacksinn entwickelt und schon die Kleinsten sich an viele ganz unterschiedliche Geschmäcker gewöhnen. Selbstverständlich gehört zu unserem Essen auch ein Tischgebet.

Jungschar Kids – dabei sein und was erleben

Einmal im Monat, Dienstag nachmittags, treffen sich die Jungschar Kids für anderthalb Stunden im Ev. Gemeindehaus. Wir erleben spannende Geschichten, spielen gute Spiele, sind mal drinnen und mal draußen, singen zusammen und vieles mehr.

Dabei vertiefen wir die Themen der Familiengottesdienste und haben hoffentlich zusammen immer wieder viel Spaß. Wenn ihr in der Grundschule seid oder etwas älter oder jünger, dann seid ihr bei uns genau richtig.

Zur Zeit sind wir eine Gruppe mit ca. 15 Kindern und treffen uns regelmäßig.

Schaut doch mal vorbei, ihr könnt auch gerne noch eine Freundin oder einen Freund mitbringen.

Wir freuen uns auf Euch.
Pfarrerin Katharina Garben, Gemeindediakon Jascha Richter und Katja Wörth-Fortini

Kommende Termine und Themen 2018:

Di. 25. September 2018 15:00 – 16:30 Uhr
Thema: 180 Grad:Zachhäus kehrt um.

Di. 23. Oktober 15:00 – 16:30 Uhr
Thema: Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser: die Stillung des Seesturms,

Di. 27. November 15:00 – 16:30 Uhr
Thema: Du gehörst zu mir wie mein Name an der Tür: Ich und Du,

Di. 11. Dezember 15:00 – 16:30 Uhr
Weihnachtsfeier!!

P.S. Weitere jugendliche oder erwachsene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auch für einzelne Termine, sind herzlich willkommen. Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich bitte an: Katharina.Garben@kbz.ekiba.de oder unter 06205 – 31130.

Auszug aus unseren Unternehmungen und kreativen Arbeiten

Thema des Familiengottesdienstes an Ostern war z.B. „Auf den zweiten Blick: Maria Magdalena“. Das haben wir am darauf folgenden Jungschar Kids Nachmittag aufgegriffen und vertieft. Wir haben die Geschichte nacherzählt und uns überlegt, was es im Leben denn für Situationen gibt, in denen es sich lohnt, nochmal genauer hinzuschauen. Wir haben optische Täuschungen gesehen und schließlich unsere bunten Handabdrücke in verschiedene Tiere verwandelt. Daraus wurde mal ein Pfau, ein Vogel, eine Eule, eine Krabbe, ein Dinosaurier, ein Einhorn, ein Schmetterling, ein Flamingo und vieles mehr. Es sind tolle Kunstwerke geworden. Oft kann man auch hier erst auf den zweiten Blick erkennen, dass es ursprünglich ein Handabdruck war.

Unsere Maiwanderung ging bei strahlendem Sonnenschein zum angenehm kühlen Reilinger Wald. Dort wurden wir allerdings so von Schnaken belagert, dass wir umdrehen mussten und unsere Snack- und Trinkpause kurzerhand auf eine Bank am Waldrand verlagert haben.

Alle Kinder haben die Strecke gut geschafft und sind wohlbehalten wieder am Gemeindehaus angekommen.

Thema im Juni war: Feuer und Flamme: Pfingsten.

Wir haben gemeinsam überlegt, wie das denn war in der Geschichte mit dem heiligen Geist, und dass sich auf einmal alle gegenseitig verstehen konnten und fremde Sprachen gesprochen haben.

Die Taube gilt als Symbol des heiligen Geistes, und wir haben deshalb mit Punkte-, Tupf- und Wisch-Technik richtig schöne Taubenbilder geschaffen.

In unserer Juli-Gruppenstunde, der letzten vor der Sommerpause, ging es um „Kleine Wunder, große Wunder: die Hochzeit in Kanaan“. Wir haben versucht, uns in die verschiedenen Personen der Geschichte hineinzuversetzen. Wir haben überlegt, wie sich die/ der Betreffende in der Situation vielleicht gefühlt haben könnte oder was sie/ er gedacht und gesagt haben könnte. Die Kinder hatten richtig gute Ideen!

 

Danach haben wir auf Wunsch unserer Jungschar Kids im Rest der verbleibenden Zeit viele verschiedene Spiele gespielt.

Bis bald, nach der Sommerpause.

Es geht wieder weiter am Dienstag, 25. September, wie gewohnt von 15:00 – 16:30 Uhr.

P.S. Im September haben wir übrigens unser erstes kleines Jubiläum: Die Jungschar Kids gibt es dann seit einem Jahr und viele der Kinder sind schon von Anfang an mit dabei!

Katja Wörth-Fortini

Kantorenstelle seit Juli neu besetzt

Interview mit Hyunju Kwon

Dürfen wir vorstellen? Hyunju Kwon

Mit Mendelssohn-Bartholdy hat sie uns gewonnen und überzeugt! Die Choralkantate „Verleih uns Frieden gnädiglich“ hat sie mit uns in ihrem Probedirigat eingeübt. Ruhig und konzentriert hat sie die Probe geleitet, verständnisvoll für uns,die wir Singen im Chor in unserer Freizeit betreiben aber dennoch nie den Blick verlierend für musikalische Feinhei-ten und Nuancen. Schon nach dieser ersten Probe wussten wir: Sie ist es!

Mittlerweile hat Hyunju Kwon die Probenarbeit aufgenommen und für den Konfirmationsgottesdienst und den Gottesdienst am 22.Juli mit dem Chor die musikalische Gestaltung übernommen. Der Alltag ist bereits eingekehrt.

Dennoch möchten wir unsere Kanto-rin und ihren musikalischen Werdegang näher vorstellen. Dafür stand sie uns für ein Interview zur Verfügung.

SoFi: Hyunju, uns scheint es nicht selbstverständlich, dass sich junge Menschen in Südkorea für klassische westliche Musik interessieren. Wie und wann hast Du begonnen, Dich damit zu beschäftigen?

Hyunju Kwon: Seit ich sechs Jahre alt bin habe ich in meiner Kirchengemeinde den Kinderchor am Klavier begleitet und auch mitgesungen. Mit 15 Jahren leitete ich verschiedene Kirchenchöre und Ensembles in Korea und jetzt auch in Deutschland. Viele Menschen hier würden staunen, wenn sie wüssten, wie oft Händels „Messias“ oder das Weihnachtsoratorium von Bach in der Weihnachtszeit in koreanischen Kirchen aufgeführt wird. Die europäische klassische – vor allem geistliche- Musik gehörte bereits in Korea zu meinem Alltag. Übrigens habe ich mein Bachelorstudium im Fach Chorleitung in Korea bei einem deutschen Professor, sein Name ist Martin Behrmann, abgeschlossen und sein Unter-richt prägte mich sehr. Aus diesen Gründen bin ich nun in Deutschland!

SoFi: Du dirigierst auch Kirchenchöre. Hier ist man ja nochmal mit einer speziellen Sparte der Musik beschäftigt. War das auch schon in Deiner Heimat ein Thema für Dich?

Hyunju Kwon: Auf jeden Fall, ich bin gewissermaßen in der kirchlichen Kultur aufgewachsen.

SoFi: Du arbeitest während Deines Studiums mit Chören, die sich vorwiegend aus Musikstudenten und ausgebildeten Sängern zusammensetzen. Was ist der Reiz oder die Her-ausforderung mit Menschen zu arbeiten, die Singen als Hobby betreiben ?

Hyunju Kwon: Ich arbeite gern mit professionellen Musikern, aber ich habe mehr „Leidenschaft“ für Laien, die technisch nicht perfekt sind aber aus ganzem Herzen singen und spielen. Das macht mir mehr Spaß und gibt mir mehr Befriedigung. Es spielt für mich keine große Rolle, wie gut Musiker ausgebildet sind, es kommt für mich darauf an, was unser gemeinsames Ziel ist, und wenn das passt, dann ist fast alles andere egal. Für den Kirchenchor Neulußheim ist unser Ziel, einmal in der Woche zu proben, mit möglichst viel Spaß und Freude und dabei Gott zu loben und ihm zu danken.

SoFi: Ein großes Problem vieler Chöre in Deutschland ist der fehlende Nachwuchs und die sich daraus ergebende „Überalterung“, was in den meisten Fällen zur Auflösung des Chores führt. Warum lohnt es sich Deiner Meinung nach, in einem Chor zu singen?

Hyunju Kwon: Das ist ja eine schwierige Frage! Darüber habe ich auch schon nachgedacht, aber leider noch keine passende Lösung gefunden. Die junge Generation – dazu gehöre ich eigentlich auch (schmunzelt)- interessiert sich eher für Popmusik als für Klassik und geht lieber Tanzen als zur Chorprobe. Vielleicht ist das eine Mode, also etwas was sich wieder ändert? Es ist schon schade, aber wir müssen es letztlich akzeptieren. Die Welt ändert sich.

Dennoch halte ich es für empfehlenswert im Chor zu singen. Ich als junge Dirigentin arbeite sehr gern mit Älteren, weil ich von denen viel lerne. Ich kann von ihrer Erfahrung profitieren, die sie in ihrem Leben gesammelt haben. Auf jeden Fall macht das Singen Spaß und trägt zur Gesundheit bei. Das wird auch von vielen Experten bestätigt.

Sofi: Vielen Dank für dieses Gespräch!

Mit der Vorstellung unserer neuen Kantorin verbinden wir eine Einladung an alle Interessierten:

Wer Freude an der Musik und Spaß daran hat, gemeinsam mit anderen Chorliteratur einzustudieren und in Gottesdiensten vorzutragen, ist herzlich zu unseren Proben im Evangelischen Gemeindehaus eingeladen. Die Proben finden mittwochs statt und beginnen um 19.15 Uhr. Fragen hierzu beantwortet Ihnen unsere 1. Vorsitzende Jutta Roth.

SoFi